Teil 7: Hej da, Schweden!

Wenn ich’s richtig verstanden habe, heißt „Hej da“ nämlich Tschüß. Und da wir gestern Morgen die Grenze nach Norwegen passiert haben, ist es Zeit für einen Schweden-Abschluss-Post. Kürzlich waren wir ja noch in der Nähe des Muddus Nationalparks am See gestanden und haben dort übernachtet, um vielleicht tags drauf eine kleine Wanderung zu machen. Das war auch der Plan, aber es wurde mehr ein ausgedehnter Spaziergang. Es war nämlich auch im Norden knapp über 30 Grad heiß, und da war Johannes nicht gerade in bester Wanderlaune. Die Wälder waren trotzdem schön und wieder voller leckerer Blaubeeren.

Zurück am Womo schlief Johannes dann aber doch in der Kraxe und wir haben ihn mitsamt derselben hinten reingestellt und sind die paar Meter bis zu unserem Vorabend-Schlafplatz so gefahren und haben dort nochmal Mittagspause gemacht und uns im kalten See erfrischt, bevor wir weiter gefahren sind bis Galliväre.

Dort haben wir nochmal die Nahrungsmittel und Alkoholvorräte schon in Hinblick auf Norwegen aufgestockt und sind dann spontan zum örtlichen Badesee gefahren, der uns sehr positiv überrascht hat. Ein ganz flacher bernsteinfarbener See. Johannes war wieder in seinem Element und fast gar nicht mehr aus dem Wasser rauszukriegen.

Am Parkplatz haben wir dann noch zu Abend gegessen, sind aber nicht geblieben, weil wir auf Park4night gelesen hatten, dass hier abends noch viel los ist und eventuell auch komische Gestalten rumlaufen.

Also sind wir noch ein gutes Stück weiter gefahren bis Kiruna, wo wir eine Schotterpiste auf einen der Skiberge hochgefahren sind und ein atemberaubendes Panorama über die Seen und Berge hatte. Boah!! Es war auch dementsprechend viel los auf dem Berg und erst standen wir ganz oben, haben dann aber nochmal umgeparkt.

Ich hatte auch den schlimmen Drang, ein paar Drohnenbilder zu schießen, aber kurz nachdem ich sie 5 Meter hochgeschickt habe, ist sie mir so abgedriftet in Richtung Berg, dass ich dachte die ist jetzt weg. Da war dann aber weniger Wind oder irgendwas und ich konnte sie landen ohne Schaden. Aber leider auch ohne Foto. Egal.

Kiruna ist übrigens in sofern interessant, weil die Stadt vom Erzabbau lebt. Und weil die Vorkommen unter der Stadt wohl so reichlich sind, wird die ganze Stadt nun bis zum Jahr 2040 4-5 Kilometer in den Osten verlagert. Irre oder? Wen es interessiert, der möge bei Wikipedia mehr dazu nachlesen… Hier mal die Google Maps Luftaufnahme der Gruben:

Von Kiruna aus war es dann am nächsten Tag nicht mehr arg weit bis zum Abisko Nationalpark, wo wir ja noch hinwollten.

Vorher aber fanden wir noch einen Parkplatz, von dem aus man zum riesig großen Tornetäsk See runtergehen könnte.

Glasklar und richtig kalt. Zu kalt für Johannes, aber Simon konnte eine Abkühlung gut gebrauchen. Es hatte ja schon wieder knapp an die 30 Grad. Ganz im Norden von Schweden…

Mittagessen gab es dann ein paar Kilometer weiter auf dem Parkplatz beim Abisko Naturum und man konnte die vorbeigehenden Wanderer, die gerade vom Kungsleden zurückkamen, beobachten. Den wollten wir nicht gehen, aber ein bisschen die Gegend erkunden, zuerst besagtes Naturum.

Dann spazierten wir weiter Richtung Canyon und staunten nicht schlecht.

Kurz darauf mussten wir Johannes dann doch in die Kraxe zwangsverbannen, weil der Fluss und die Klippen nicht ungefährlich waren.

Das hat er leider nicht so kapiert und war dementsprechend gefrustet… Wir dann auch, weil wir eigentlich gerne vor an den Strand gegangen wären noch im Nationalpark, aber mei. War wie gesagt auch wirklich sehr heiß an dem Tag und wir hatten diesmal leider keine Bestechungskekse oder Bananen dabei. Wieder zurück an der Touriinfo gab es dann aber ein Eis. Eigentlich war es dem Papa seins, aber Johannes hat es dann nicht mehr hergeben wollen…

Nach Abisko ist nicht mehr viel übrig von Schweden bis zur Grenze, aber wir wollten noch nicht drüber fahren. Mehrere potentielle Parkplätze waren allerdings schon überfüllt mit großen Womos und da wollten wir auch nicht bleiben. Also sind wir im Schweiz-Stil einen großen Schotterplatz von einem Skilift angefahren, auf dem wir von der Straße aus einen anderen Kastenwagen stehen haben sehen. Kein idealer Platz, aber viel Fläche und ungefährlich für Johannes. Die Aussicht war auch nicht übel. Hier haben wir dann noch gekocht und einen kleinen Spaziergang gemacht. Dann sind wir aber doch rein, weil wieder viele Mücken da waren leider.

Obwohl die Gleise nicht so weit weg waren und man den Zug schon hörte, schliefen wir diese Nacht richtig gut und Mücken waren auch nicht drinnen. Das Wetter hatte umgeschlagen von 30 Grad auf knapp 14 mit Wind und Wolken und ein wenig Sonne. Ist uns aber lieber als die Hitze, sonst wären wir ja auch nicht nach Skandinavien gefahren.

Im letzten Ort vor der Grenze gingen wir nochmal kurz in den Supermarkt, vor dem ein besserer Stellplatz gewesen wäre… Aber der war eh besetzt. Ich kaufe nochmal Milch, Vollkornbrot und vor allem Obst und Gemüse ein, weil das ab demnächst viel teurer sein wird. Dann fahren wir bis zur Grenze und ärgern uns, weil davor sogar noch 2-3 coole Übernachtungsplätze gewesen wären… Was soll’s.

Tja, und dann wars das jetzt mit Schweden für’s Erste. Aber je nachdem, wie wir dann zurückfahren, bleiben wir im Süden nochmal 1-2 Nächte stehen, wer weiß.

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